Förderklassen-Initiative

Fördern statt überfordern

Das heutige System der sogenannten integrativen Schule stösst an seine Grenzen. Unsere Volksschulen sind überlastet, Lehrpersonen frustriert und Eltern unglücklich. Insbesondere aber diejenigen, die es am meisten betrifft, leiden am stärksten darunter: die Schulkinder.

Um das nicht funktionierende System zu stützen, wird in den Klassen eine Vielzahl an Hilfspersonen eingesetzt – Heilpädagoginnen und Heilpädagogen, Klassenassistenzen, Zivildienstleistende, Seniorinnen und Senioren, Sozialarbeitende und an Tagesschulen zudem auch noch Betreuungspersonen. Dies führt zu enormem Koordinationsaufwand, mehr Unruhe in den Klassen und höheren Kosten (innerhalb der letzten zehn Jahre lag das Schülerwachstum bei 20% bei gleichzeitig 78% mehr Kosten!). Viele Eltern haben genug davon. Wenn sie es sich leisten können, schicken sie ihre Kinder an teure Privatschulen, die besser auf die Bedürfnisse der Schüler eingehen können. Chancengerechtigkeit schaffen wir damit nicht.

Mit der kantonalen Volksinitiative «Für eine Schule mit Zukunft - fördern statt überfordern» machen wir uns für einen angemessenen Unterricht für alle stark - das heisst, einen bedürfnisorientierten Unterricht sowohl für Kinder mit besonderen Bedürfnissen wie auch für Kinder der Regelklasse. Die Initiative unterstützt dabei nicht zuletzt auch die Lehrpersonen, die im heutigen integrativen Schulsystem mit einem grossen Koordinationsaufwand und mit Aufgaben belastet sind, für die sie nicht ausgebildet sind.

Wir fordern, dass alle Kinder im Kanton Zürich bei Bedarf Zugang zu heilpädagogisch geführten Förderklassen haben. Die Förderklassen sollen auch nur vorübergehend besucht werden können, mindestens jedoch semesterweise. Diese Durchlässigkeit ist uns wichtig. Eine Rückkehr in die Regelklasse soll immer möglich bleiben. Gleichzeitig soll in den Förderklassen konsequent nach Lehrplan geschult werden.

Ganz wichtig ist uns auch, dass diese Förderklassen von einer heilpädagogisch ausgebildeten Lehrperson geführt werden, mit voller Verantwortung und entsprechend geschulter Kompetenz. Damit werden die Kinder von ausgebildeten Fachpersonen adäquat und auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet unterrichtet und die Klassenlehrpersonen der Regelklassen entlastet. Die Lehrpersonen der Regelklassen können sich so wieder hauptsächlich ihrem Unterricht und der Vermittlung des Lehrstoffes widmen.

Initiativbogen und weitere Informationen können hier heruntergeladen werden:

www.schule-mit-zukunft.ch